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Heizölpreise: Ölmarktinfos Donnerstag, 22. Aug.


* DOE-Wochenbericht belastete.
* Fed-Zinspolitik im Fokus.
* Heizölpreise gaben heute Morgen geringfügig nach.

Situation am Ölmarkt, News
An den Aktien- und Rohstoffmärkten rückt die Geldpolitik der US-Notenbank stark in den Fokus. Heute beginnt im amerikanischen Jackson Hole die viel beachtete Fachkonferenz der Fed. Am Freitag wird Fed-Chef Jerome Powell seinen Bericht abgeben. Die Fed hatte ihren Leitzins Ende Juli wegen konjunktureller Risiken erstmals seit zehn Jahren verringert. Weitere Schritte dürften folgen. Bis zum Jahresende werden zwei bis drei Zinssenkungen erwartet. Die Zinspolitik der US-Notenbank hat aufgrund der Größe der US-Wirtschaft und Finanzmarktes erhebliche Auswirkungen auf die globale Wirtschaftsentwicklung – und das wiederum auf die Weltölnachfrage.
Im gestrigen Börsenhandel konnten die Ölkontrakte zunächst um 1% zulegen. Als gegen 17 Uhr der DOE-Wochenreport veröffentlicht wurde, drehte das Bild und die Gewinne wurden abgegeben. Besonders die US-Leitsorte WTI geriet unter Druck.

Die Ölpreise am Donnerstagmorgen:
• BRENT Rohöl: 60,1 USD/B (-0,3)
• WTI Crude Oil: 55,5 USD/B (-0,8)
• Gasöl (währungsbereinigt): 513 €/t (-1)

Mit den US-Sanktionen, die die iranischen Ölexporte auf nahezu Null gesenkt haben, könnte man meinen, dass die Islamische Republik am Rande des Zusammenbruchs stünde. Die Realität ist jedoch, dass der Iran es geschafft hat, Lieferallianzen im Nahen Osten aufzubauen, die als eine erfolgreiche Maßnahme in seinem geopolitischen Kampf gegen Saudi-Arabien und die USA zu werten sind.

Aktuelle Heizölpreise / Preisprognose
Auf heutigen Donnerstag meldeten die Heizölhändler flächendeckend geringfügige Angebotsverbilligungen im Bereich von null bis -0,25 ct/l. Damit bleiben die Heizölpreise weiterhin knapp unter dem Preisdurchschnitt für die letzten 100 Tage von 67,4 ct/l. Den von uns morgendlich erhobenen bundesweiten Mittelpreis konnten wir aktuell bei 66,2 Cent/Liter Heizöl feststellen, wobei die Lieferpreise in den südlichen Regionen naturgemäß 2-3 Cent höher sind.
Die Bestellneigung der Heizölkunden ist ruhig. Viele Verbraucher haben sich bereits mit dem Wintervorrat für die kommende Heizperiode eingedeckt. Dabei wurden mehrheitlich schöne Preisdellen genutzt.

US-Ölmarkt
Die wöchentl. US Lagerzahlen (DOE, 21.08.2019):
US-Ölbestände in Mio. Barrel Vergleich 12 Mon.
. Rohöl: 437,8 (-2,7) 7,2% über Vorjahr
. Heizöl+Diesel: 138,1 (+2,6) 5,6% über Vorjahr
. Benzin: 234,1 (0,3) 0,1% unter Vorjahr
Der neue Wochenbericht vom DOE deckt sich nicht unbedingt mit den Vorauszahlen vom API. Die Bestandsveränderungen in Summe: API -2,1 Mio.B./ DOE +0,2 Mio.B. Die Raffinerieleitung wurde von 94,8% auf 95,9% gesteigert. Die Ölimporte der USA verringerten sich um 0,5 Mio.B., während die Ölexporte um 0,12 Mio.B. erhöht wurden. Unterm Strich ist der DOE-Report ’neutral‘ ausgefallen, wirkte aber dennoch ‚bärisch‘, weil ein größerer Lagerabbau erwartet worden war.

Chancen/Risiken bzgl. Heizöl-Kaufzeitpunkt:
Einschätzung: Solange die Rezessionsängste für die globale Wirtschaft bestehen bleiben und eine Eskalation im Irankonflikt oder andere unerwartete Vorkommnisse auf der Angebotsseite ausbleiben, ist ein nachhaltiger Ölpreisanstieg ziemlich unwahrscheinlich. Für das erste Halbjahr 2020 wird dann allerdings eine starke Überversorgung mit Preisdruck prognostiziert.

Warterisiko: Falls es zu militärischen Auseinandersetzungen im Persischen Golf oder im Iran käme, würde das die Ölpreise wegen der Versorgungsängste für den Rohölmarkt hochtreiben.
Saudi-Arabien will die Ölpreise wieder auf ein höheres Niveau zurückführen.
Bewegung im Handelsstreit USA/China. Im Falle einer Einigung ‚bullisch‘.

Wartechance: In den nächsten Monaten werden große Steigerungen der US Schieferölproduktion erwartet (bärisch).

Empfehlung: Es deutet sich an, dass die Ölpreise zum Frühjahr des kommenden Jahres, wegen Preisdruck durch Überproduktion dann neuerlich in ein Preis-Tief sinken mögen. Überprüfen Sie Ihre Heizöl-Reichweite, ob Sie mengenstrategisch gut hinkommen.
Zu beachten ist, ob sich Washington und Peking im Wirtschaftsstreit einigen. Falls ja, wäre das ein starkes Aufwärtssignal und könnte die Markteinschätzung drehen.

Heizölpreise: Ölmarktinfos Dienstag, 20. Aug.


* Ruhige Nachrichtenlage.
* Rohöl legte etwas zu, Gasöl unverändert.
* Heizölpreise unverändert bei 66,0 ct/l.

Situation am Ölmarkt, News
Die Nachrichtenlage am Ölmarkt ist ruhig. Die Aktienmärkte konnten gestern deutlich zulegen und zogen die Notierungen an den Ölbörsen etwas mit nach oben. In letzter Zeit hat sich der Preisabstand der Leitsorten BRENT und WTI auf nur noch 3,5 Dollar/B weiter verringert. Eine Lösung im Handelsstreit zwischen China und den USA würde vor allem WTI stützen, da China seine Importmengen an US-Rohöl dann sicherlich wieder steigern würde.

Die Ölpreise am Dienstagmorgen:
• BRENT Rohöl: 59,8 USD/B (+0,5)
• WTI Crude Oil: 56,3 USD/B (+0,9)
• Gasöl (währungsbereinigt): 509 €/t (+-0)

In Saudi-Arabien hatten Houthi-Kämpfer aus dem Jemen am Sonntag einen Anschlag auf das Shaybah Ölfeld verübt. Durch einen Drohnenangriff war es zu einer Explosion und einem Brand gekommen. Auf die Ölproduktion des Landes hat das aber keinen Einfluss. Dennoch ist dieser Angriff brisant, weil der Vorfall das geopolitische Risiko wieder erhöht. Vor allem dürften die Spannungen mit dem Iran wieder zunehmen, der bekanntlich die Houthis im Jemen unterstützt.

Aktuelle Heizölpreise / Preisprognose
In den letzten Tagen hat die Volatilität an den Ölbörsen nachgelassen. Die inländischen Heizölpreise bewegen sich seitwärts und bleiben damit unter dem Preisdurchschnitt für die letzten 100 Tage von 67,5 ct/l. Heute Morgen meldete der Heizölhandel nur marginale Preisanpassungen, die sich im Mittel zu null rechneten, was der Vorgabe der Gasölnotierungen (Heizölvorprodukt) entsprach. Der bundesweite Durchschnittspreis bewegt sich unverändert bei aktuell 66,0 Cent/Liter Heizöl.

Die Bestellneigung der Heizölkunden ist seit einigen Tagen stark zurückgegangen, während die Heizölspediteure aus dem vorausgegangenen Bestellboom noch volle Auftragsbücher haben und diese abarbeiten.

US-Ölmarkt
Heute Abend nach Börsenschluss wird das API die neuen US Lagerzahlen veröffentlichen. Nach Umfragen von Reuters und Bloomberg erwarten die Marktbeobachter für die US Rohölbeständen Lagerrückgänge im Bereich von 1,4 – 1,9 Mio. Barrel zur Vorwoche. Sollten die Zahlen anders ausfallen, so dürfte zu gewisser Preisreaktion führen.

Chancen/Risiken bzgl. Heizöl-Kaufzeitpunkt:
Einschätzung: Solange die Rezessionsängste für die globale Wirtschaft bestehen bleiben und eine Eskalation im Irankonflikt oder andere unerwartete Vorkommnisse auf der Angebotsseite ausbleiben, ist ein nachhaltiger Ölpreisanstieg ziemlich unwahrscheinlich. Für das erste Halbjahr 2020 wird dann allerdings eine starke Überversorgung mit Preisdruck prognostiziert.

Warterisiko: Konfliktsituation am Persischen Golf mit dem Iran. Falls es zu militärischen Auseinandersetzungen käme, würde das die Ölpreise hochtreiben, wegen der Versorgungsängste für den Rohölmarkt.
Saudi-Arabien will die Ölpreise wieder auf ein höheres Niveau zurückführen.
Bewegung im Handelsstreit USA/China. Im Falle einer Einigung ‚bullisch‘.

Wartechance: In den nächsten Monaten werden große Steigerungen der US Schieferölproduktion erwartet (bärisch).

Empfehlung: Es deutet sich an, dass die Ölpreise zum Frühjahr des kommenden Jahres, wegen Preisdruck durch Überproduktion dann neuerlich in ein Preis-Tief sinken mögen. Überprüfen Sie Ihre Heizöl-Reichweite, ob Sie mengenstrategisch gut hinkommen.
Zu beachten ist, ob sich Washington und Peking im Wirtschaftsstreit einigen. Falls ja, wäre das ein starkes Aufwärtssignal und könnte die Markteinschätzung drehen.

Heizölpreise: Ölmarktinfos Montag, 19. Aug.


* Angriff von Houthi-Rebellen auf saudisches Ölfeld.
* Dollarkurs hoch (Ölkäufe verteuernd).
* OPEC-Monatsreport ‚bärisch‘.
* Heizölpreise im Wochenstart +0,2 ct/l

Situation am Ölmarkt, News
In Saudi-Arabien haben Houthi-Kämpfer aus dem Jemen das Shaybah Ölfeld angegriffen. Durch einen Drohnenangriff soll es zu einer Explosion und einem Brand gekommen sein. Auf die Ölproduktion des Landes hat das zwar keinen Einfluss, dennoch ist dieser Angriff brisant, weil der Vorfall das geopolitische Risiko wieder hochschnellen ließ. Vor allem dürften die Spannungen mit dem Iran wieder zunehmen, der bekanntlich die Houthis im Jemen unterstützt. Stellungsnahmen und Reaktionen der Saudis und der USA zu dem Vorfall liegen zur Stunde noch nicht vor.

Die Ölpreise am Montagmorgen:
• BRENT Rohöl: 59,3 USD/B (+0,4)
• WTI Crude Oil: 55,4 USD/B (+0,4)
• Gasöl (währungsbereinigt): 509 €/t (+2)

Der aktuell veröffentlichte OPEC-Monatsreport zeigt für den Monat Juni eine massive Überversorgung des Ölmarktes. Demnach sollen die Ölbestände in den OECD-Ländern um 31,8 Mio. Barrel angewachsen sein. Das entspricht einer Überversorgung von über einer Million Barrel jeden Tag. Die Vorräte der OECD-Länder liegen damit weit über dem Fünfjahresdurchschnitt. Vorigen Monat förderte das OPEC-Kartell mit 29,6 Mio. B/T, während man in 2020 die Nachfrage nach OPEC-Rohöl bei 29,4 Mio. B/T prognostiziert. Die OPEC ist also gezwungen, mehr zu tun, will man die Ölpreise in Richtung 70 USD/B zurückführen.

Aktuelle Heizölpreise / Preisprognose
Im Start der neuen Woche legten die Heizölpreise geringfügig zu. Den überregional gemittelten Durchschnittspreis konnten wir bei aktuell 66,0 Cent/Liter Heizöl feststellen, 0,2 ct/l höher als am Freitag. Währungsbereinigt entsprach das der Vorgabe der Gasölnotierungen (Heizölvorprodukt). An den Ölbörsen ist die Volatilität in letzter Zeit sehr hoch, ohne dass sich eine Preisrichtung durchsetzt. Die trägeren Heizölpreise folgen in gedämpfter Kurve.
Die Bestellneigung der Heizölkunden ist seit einigen Tagen stark zurückgegangen, während die Heizölspediteure aus dem vorausgegangenen Bestellboom volle Auftragsbücher haben und diese abarbeiten.

US-Ölmarkt
Oil Rig Count: In den USA hat sich die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen in der zurückliegenden Woche von 764 auf 770 Oil Rigs wieder erhöht. Die Ölproduktion der USA liegt derzeit mit 12,3 Mio. Barrel/Tag knapp unter dem Allzeit-Rekordwert. Für die kommenden Monate werden starke Produktionszuwächse aus der Schieferölregion Permian Basin (West-Texas) prognostiziert, denn neue Pipelines gehen in Betrieb und beseitigen Engpässe.

Chancen/Risiken bzgl. Heizöl-Kaufzeitpunkt:
Einschätzung: Solange die Rezessionsängste für die globale Wirtschaft bestehen bleiben und eine Eskalation im Irankonflikt oder andere unerwartete Vorkommnisse auf der Angebotsseite ausbleiben, ist ein nachhaltiger Ölpreisanstieg ziemlich unwahrscheinlich. Für das erste Halbjahr 2020 wird dann allerdings eine starke Überversorgung mit Preisdruck prognostiziert.

Warterisiko: Konfliktsituation am Persischen Golf mit dem Iran. Falls es zu militärischen Auseinandersetzungen käme, würde das die Ölpreise hochtreiben, wegen der Versorgungsängste für den Rohölmarkt.
Saudi-Arabien will die Ölpreise wieder auf ein höheres Niveau zurückführen.
Bewegung im Handelsstreit USA/China. Im Falle einer Einigung ‚bullisch‘.

Wartechance: In den nächsten Monaten werden große Steigerungen der US Schieferölproduktion erwartet (bärisch).

Empfehlung: Es deutet sich an, dass die Ölpreise zum Frühjahr des kommenden Jahres wegen Preisdruck durch Überproduktion dann neuerlich in ein Preis-Tief sinken mögen. Überprüfen Sie Ihre Heizöl-Reichweite, ob Sie mengenstrategisch gut hinkommen.
Zu beachten ist, ob sich Washington und Peking im Wirtschaftsstreit einigen. Falls ja, wäre das ein starkes Aufwärtssignal und könnte die Markteinschätzung drehen.

Heizölpreise: Ölmarktinfos Donnerstag, 25. Juli


* Ölnotierungen legten zu
* DOE-Zahlen trotz Lagerabbauten ohne Wirkung
* EURO vor EZB Entscheidung unter Druck.

Situation am Ölmarkt, News
Die wöchentlichen US Lagerzahlen sind trotz Lagerrückgang insgesamt eher bärisch zu werten. Entsprechend erfuhren die Ölnotierungen auf Donnerstag auch keine nachhaltige Preisunterstützung, obwohl auf dem Markt mit deutlichen Abbauten bei den Rohölbeständen gerechnet wurde. Die Marktteilnehmer gehen von einem vorübergehenden Bestandsrückgang aus, der hauptsächlich mit der temporären Abschaltung der Ölanlagen im Golf von Mexiko zusammenhängt. Die Ölhäfen waren von dem Tropensturm ‚Barry‘ betroffen. Die Monatsreporte der IEA und der OPEC, in denen die künftigen Ölnachfrageerwartungen nach unten und die Produktionsprognosen nach oben korrigiert wurden, brachten die Ölnotierungen unter Preisdruck. Auch die neuen DOE-Zahlen konnten den Abwärtstrend nicht stoppen.
Der saudische Staatsminister für Energie, Prinz Abdulaziz Bin Salman, hat die Wiederaufnahme der Ölproduktion in der neutralen Zone zwischen Saudi-Arabien und Kuwait angekündigt. Die Produktionskapazität der neutralen Zone wird bei etwa 500.000 B/T geschätzt und würde einen Teil der Ausfälle in Iran und Venezuela ausgleichen.

Die Ölpreise am Donnerstagmorgen:
• BRENT Rohöl: 63,3 USD/B (-0,7)
• WTI Crude Oil: 56,1 USD/B (-0,9)
• Gasöl (währungsbereinigt): 527 €/t (-2)
Die Marktteilnehmer behalten die jüngsten Veräußerung von Saudi-Arabien sowie die geldpolitische Entscheidung der EZB im Auge.

Aktuelle Heizölpreise / Preisprognose
Auf heutigen Donnerstag meldeten die Heizölhändler zumeist leichte Produktverbilligungen im Bereich von -0,2 bis -0,5 ct/l. Dabei folgten die Heizölpreise dem Rückgang der Gasölnotierungen, wobei auch ein schwächerer Eurokurs den Kauf leicht verteuerte. Den überregionalen Durchschnittspreis konnten wir heute Morgen aktuell mit 66,8 Cent/Liter Heizöl errechnen. Minus 0,5% zum Vortag.
In den letzten Tagen war eine relativ hohe Kaufneigung der Verbraucher festzustellen. Inzwischen hat sich die Situation am Markt wieder beruhigt. Die Kaufneigung ist entsprechend dem Sommermonat Juli niedrig.

US-Ölmarkt
US Lagerzahlen lt. DOE vom 24.07.2019:
Die am Mittwochabend veröffentlichten offiziellen Bestandsdaten vom DOE bestätigten die API-Vorauszahlen:
API: Rohöl -11,0/ Produkte +1,4 / Benzin +4,4
DOE: Rohöl -10,8/ Produkte +0,6 / Benzin +0,2
Die US-Rohölproduktion sank um -0,7 Mio. B/T auf 11,3 Mio. B/T. Während die Rohölimporte der USA um +0,196 Mio. B/T zulegten, stiegen die Exporte um +0,758 Mio. B/T. Die gestern veröffentlichten DOE-Zahlen bestätigten die API-Zahlen mit einem noch stärkeren Bestandsabbau als vom API gemeldet. Ursache hierfür war der Tropensturm ‚Barry‘, der in der letzten Woche die Produktion und die Verladung im Golf von Mexiko stark eingeschränkt hatte. Die Gesamtnachfrage nach Produkten legte um etwa +1,3 Mio.B/T zu.

Chancen/Risiken bzgl. Heizöl-Kaufzeitpunkt:
Einschätzung: Marktanalysten gehen von einer leichten Überversorgung für 2019 und einer deutlicheren in 2020 aus.

Warterisiko: Mäßig. Situation Washington vs. Teheran weiterhin unklar bis kritisch. Historische amerikanisch-iranische Feindschaft.

Wartechance: Eine Abschwächung der Weltwirtschaft würde für die Ölpreise ‚bärisch‘ wirken. Ein Handels-Deal zwischen den USA und China ist möglich, kann aber genauso gut auch komplett scheitern. Höhere Strafzölle sind neuerlich angekündigt. Ein ungeregelter Brexit ist wahrscheinlicher geworden und könnte belasten.

Empfehlung: Einiges spricht dafür, dass die Heizölpreise zum Herbst etwas anziehen werden. Für 2020 gibt es deutliche Anzeichen, dass die Ölpreise dann aber wieder unter Druck geraten. Das jetzige Preisniveau ist attraktiv.

Heizölpreise: Ölmarktinfos Dienstag, 23. Juli


* Spannungen in Nahost stützen Ölpreise.
* Heizöl leicht nachgebend.

Situation am Ölmarkt, News
Gestern dominierten geopolitische Risikoaspekte den Handel an den Ölbörsen. In der ersten Tageshälfte legten die Rohölnotierungen eine kleine Rallye aufs Board. Die Beschlagnahmung eines britischen Tankers in der Straße von Hormus durch Iranische Revolutionsgarden am vergangenen Freitag stützte die Ölpreise. Die Produktionsausfälle am größten libyschen Sharara-Ölfeld sowie der Rückgang der Bohraktivitäten in den USA gaben den Rohölnotierungen preisstützende Wirkung. Nach dem turbulenten Wochenauftakt normalisierten sich die Preise und sanken. Zuerst gab es die Meldung, dass die Ölproduktion des libyschen Ölfeld Sharara nach und nach wieder aufgenommen werden konnte. Das Aufwärtspotenzial wurde auch dadurch gedämpft, dass die Großbank Goldman Sachs ihre Prognose zum Nachfragewachstum für 2019 nach unten um -0,1 Mio. B/T korrigierte. Die IEA hatte bereits letzte Woche Ihre Erwartungen um -0,1 Mio. B/T auf +1,1 Mio. B/T gesenkt.

Die Ölpreise am Dienstagmorgen:
• BRENT Rohöl: 63,6 USD/B (-0,2)
• WTI Crude Oil: 56,2 USD/B (+0,1)
• Gasöl (währungsbereinigt): 524 €/t (+2)
Trader warten am Dienstag auf die US Ölbestände von API und DOE Zahlen am Mittwoch Nachmittag um 16:30 Uhr.

Aktuelle Heizölpreise / Preisprognose
Auf heutigen Dienstag ist ein Preisrückgang zu vermelden. Die Heizölhändler konnten gewisse Preisabschläge an die Verbraucher weitergeben. Im Mittel errechnete sich eine Verbilligung bei den Heizölpreisen von 0,3 ct/l, nachdem es an den beiden Vortagen jeweils leichte Verteuerungen gegeben hatte. Der bundesweite Durchschnittspreis kalkuliert sich nach den uns vorliegenden Preisdaten aktuell mit 66,3 Cent/Liter Heizöl (Tecson-Erhebung 23.07.2019).

US-Ölmarkt
Oil Rig Count: In den USA hat sich die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen in der zurückliegenden Woche von 784 auf 779 Oil Rigs verringert. Die Ölproduktion der USA ist auf einer Rekordförderleistung von über 12,0 Mio. Barrel/Tag. Die Kurve des ‚Oil Rig Count‘ ist damit weiter nach unten abgedreht. Das könnte heißen, dass die Schieferölförderer in den USA weniger optimistisch sind, was den Preisverlauf am Ölmarkt in 2019 angeht.

Chancen/Risiken bzgl. Heizöl-Kaufzeitpunkt:
Einschätzung: Marktanalysten gehen von einer leichten Überversorgung für 2019 und einer deutlicheren in 2020 aus.

Warterisiko: Mäßig. Situation Washington und Teheran immer noch unklar. Historische amerikanisch-iranische Feindschaft.

Wartechance: Eine Abschwächung der Weltwirtschaft würde für die Ölpreise ‚bärisch‘ wirken. Ein Handels-Deal zwischen den USA und China ist möglich, kann aber genauso gut auch komplett scheitern. Höhere Strafzölle sind neuerlich angekündigt.

Empfehlung: Einiges spricht dafür, dass die Heizölpreise zum Herbst etwas anziehen werden. Für 2020 gibt es deutliche Anzeichen, dass die Ölpreise dann aber wieder unter Druck geraten. Das jetzige Preisniveau ist attraktiv.

Heizölpreise: Ölmarktinfos Montag, 22. Juli


* Ölpreise rauf wegen Risiken im Nahen Osten.
* Heizöl Montag teurer.

Situation am Ölmarkt, News
Die neue Woche am Ölmarkt wird von den Krisenthemen im Nahen Osten dominiert. Das nordafrikanische OPEC-Mitglied Libyen meldete eine Unterbrechung der Pipeline vom ‚Sharara‘ Ölfeld zum Verladeterminal in Zawiya. Es seien Sabotageaktionen an Ventilen verübt worden. Die Ölproduktion Libyens sei um 290.000 B/T gedrosselt worden. Die Ölproduktion der OPEC-Mitglieder steht trotz der Erholungsphase auf wackeligen Beinen. Weiterhin verschärften die Vorfälle am Persischen Golf die Spannungen zwischen dem Iran und Großbritannien nach der Beschlagnahmung zweier britischer Öltanker durch den Iran. Laut EIA passieren täglich etwa 18,5 Mio. Barrel Öl die Straße von Hormus (Stand 2016). Etwa 80 Prozent des Öls, das die Meerenge passiert, ist für den asiatischen Markt bestimmt. Es bestehe weiterhin der Wunsch, die Situation nicht eskalieren zu lassen, so der britische Außenminister Jeremy Hunt. Stützend für die Ölpreise wirkte auch der Rückgang der Bohraktivitäten in den USA. Die Ölpreise erholen sich im Vergleich zur Vorwoche.

Die Ölpreise am Montagmorgen:
• BRENT Rohöl: 63,4 USD/B (+0,6)
• WTI Crude Oil: 56,2 USD/B (+0,3)
• Gasöl (währungsbereinigt): 522 €/t (+10)

Aktuelle Heizölpreise / Preisprognose
Zum Start der neuen Woche gab es am heimischen Heizölmarkt einen Preiswiederanstieg. Das hatte sich bereits am Freitagabend abgezeichnet, nachdem es an den Ölbörsen zu einem Preisauftrieb gekommen war. Den Vorgaben der Gasölnotierungen (Heizölvorprodukt) folgend und unterstützt von einem festeren Dollarkurs, kam es heute Morgen zu Preisaufschlägen von knapp 1,0 ct/l. Den bundesweiten Durchschnittspreis errechneten wir aktuell mit 66,6 Cent/Liter Heizöl (Tecson-Erhebung 22.07.2019).

US-Ölmarkt
Oil Rig Count: In den USA hat sich die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen in der zurückliegenden Woche von 784 auf 779 Oil Rigs verringert. Die Ölproduktion der USA ist auf einer Rekordförderleistung von über 12,0 Mio. Barrel/Tag. Die Kurve des ‚Oil Rig Count‘ ist damit weiter nach unten abgedreht. Das könnte heißen, dass die Schieferölförderer in den USA weniger optimistisch sind, was den Preisverlauf am Ölmarkt in 2019 angeht.

Chancen/Risiken bzgl. Heizöl-Kaufzeitpunkt:
Einschätzung: Marktanalysten gehen von einer leichten Überversorgung für 2019 und einer deutlicheren in 2020 aus.

Warterisiko: Mäßig. Situation Washington und Teheran immer noch unklar. Historische amerikanisch-iranische Feindschaft

Wartechance: Eine Abschwächung der Weltwirtschaft würde für die Ölpreise ‚bärisch‘ wirken. Ein Handels-Deal zwischen den USA und China ist möglich, kann aber genauso gut auch komplett scheitern. Höhere Strafzölle sind neuerlich angekündigt.

Empfehlung: Einiges spricht dafür, dass die Heizölpreise zum Herbst etwas anziehen werden. Für 2020 gibt es deutliche Anzeichen, dass die Ölpreise dann aber wieder unter Druck geraten. Das jetzige Preisniveau ist attraktiv. In der zweiten Julihälfte könnten neue Tiefpreise erreicht werden.

Heizölpreise: Ölmarktinfos Donnerstag, 18. Juli

* US Lagerzahlen: DOE und API Zahlen bärisch.
* Heizölpreise auf Donnerstag unverändert.

Situation am Ölmarkt, News
Die wöchentlichen US Lagerzahlen sind trotz Lagerrückgang insgesamt eher bärisch zu werten. Entsprechend erfuhren die Ölnotierungen auf Donnerstag auch keine Preisunterstützung. Der Markt hatte mit deutlichen Abbauten bei den Rohölbeständen gerechnet. Die Einflüsse vom Tropensturm ‚Barry‘ blieben trotz Einschränkung bei der Ölförderung im Golf von Mexiko geringer als erwartet. Der Einfluss von Hurrikan ‚Barry‘ wird sich erst in den nächsten Wochen zeigen. Es wird mit einem erneuten Rückgang bei der Ölförderung und entsprechend stärkeren Abbauten der Lagerbestände gerechnet.

Die Ölpreise am Donnerstagmorgen:
• BRENT Rohöl: 63,8 USD/B (-0,7)
• WTI Crude Oil: 56,8 USD/B (-0,8)
• Gasöl (währungsbereinigt): 517 €/t (-2)
Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran gibt es erste Entspannungssignale. Beide Seiten zeigen sich jetzt gesprächsbereit.

Aktuelle Heizölpreise / Preisprognose
Auf heutigen Donnerstag meldete der Heizölhandel nur unwesentliche Preisanpassungen. Da sich die Gasölnotierungen heute Morgen auf dem gleichen Preisniveau wie gestern bewegten, konnten die meisten Händler an den Lieferpreisen vom Vortag festhalten. Der überregionale Durchschnittspreis bewegt sich aktuell bei 65,8 Cent/Liter Heizöl.
Die Preiskurve ist weiterhin im grünen Bereich (siehe Chart), d.h. der aktuelle Heizölpreis bewegt sich sowohl unterhalb des Preisdurchschnitts der letzten 100 Tage als auch unter dem Preismittel der letzten 365 Tage.

US-Ölmarkt
Die wöchentlichen US Lagerzahlen lt. DOE vom 18.07.2019:
# Rohöl -3,1 Mio. Barrel
# Heizöl/DK +5,7 Mio. Barrel
# Benzin +3,6 Mio. Barrel
Die gestern veröffentlichten DOE-Zahlen bestätigten die API-Zahlen mit einem noch stärkeren Bestandsabbau als vom API gemeldet auf der Rohölseite und einen deutlichen Lagerzuwachs auf der Produktseite. Die Abbauten bei den Rohöllagern sind trotzdem geringer als erwartet. Dennoch sind die Vorräte an Benzin um 3,6 Mio. Barrel angewachsen. Das lässt auf eine schwache Produktnachfrage in den USA schließen. Die Bewertung fällt ‚bärisch‘ aus.

Chancen/Risiken bzgl. Heizöl-Kaufzeitpunkt:
Einschätzung: Für das zweite Halbjahr erwarten viele Marktanalysten den Ölmarkt leicht im Defizit, während für 2020 wieder eine Marktüberversorgung gesehen wird.
Warterisiko: Verringert. Washington und Teheran wollen nun offenbar verhandeln, was die Kriegsgefahr verringert.
Wartechance: Eine Abschwächung der Weltwirtschaft würde für die Ölpreise ‚bärisch‘ wirken. Ein Handels-Deal zwischen den USA und China ist möglich, kann aber genauso gut auch komplett scheitern.
Empfehlung: Einiges spricht dafür, dass sich die Heizölpreise zunächst seitwärts bewegen und zum vierten Quartal dann etwas anziehen werden. Für 2020 gibt es deutliche Anzeichen, dass die Ölpreise dann wieder stärker unter Druck geraten.